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Neutrale Touristische Information La Palma, Kanarische Inseln, Spanien

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La Palma info

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Foto Ansicht Los Cancajos La Palma
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Foto Ansicht Santa Cruz de La Palma
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Foto geschützter Meeresstrand von Los Cancajos
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Foto der Westküste La Palma
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Touristenkomplex Foto im Süden von La Palma
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Strandfoto La Palma
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Strandfoto Südspitze La Palma
Fotos der Kanarischen Insel La Palma
 

La Palma Information

Diese touristische Information für die Kanarische Insel La Palma (La Palma tourist info) ist neutral verfasst worden von Künstler und Globetrotter Rudolf Megert.

Wenn Sie die offizielle Touristinformation des Touristenbüros La Palma zum Vergleich lesen möchten, klicken Sie bitte hier.

Die kanarische Insel La Palma betritt man in allen Fällen im Osten der Insel, entweder via Flughafen mit einer offiziellen Fluglinie oder kleinen, nationalen Airlines oder den verschiedenen Touroperator-Airlines oder Flugzeugen von Condor, Air Berlin, oder man kommt via Inselfähre von Teneriffa.
Wer mit einem billigen Touroperator herkommt, landet vermutlich direkt in Los Cancajos, einer kleinen Siedlung, die wirklich nur für den Sonnentourismus erstellt wurde.
Die touristischen Komplexe entsprechen dem üblichen Standard spanischer Touristenüberbauungen. Sauber, relativ modern, aber alle mit Keramikböden welche natürlich das Hin- und Herschieben von Stühlen und Möbeln für diverse Nachbarn zur lärmigen Störung machen können.
Für den Grossstädter könnte es hier auf der Kanarischen Insel La Palma von allem etwas zu wenig geben. Kleine Lebensmittelläden, kleine Touristen-Shops, wenig Auswahl, kleine Restaurants und kleine Bars.
Dafür ist es hier allerdings meist noch angenehm ruhig, so dass man ungestört faul in der Sonne liegen und ein Buch oder die Zeitung lesen kann.

Per Bus kommt man in 5 Minuten nach Santa Cruz de La Palma (oder alternativ mit dem Mountainbike oder zu Fuss der Uferpromenade entlang in etwa 40 Minuten).
Eingangs der Hauptstadt Santa Cruz de La Palma befindet sich der Hafen, der Güterumschlagsplatz sowie die Hauptstromerzeugungsanlage der Insel, eine ziemlich umweltunfreundliche Anlage welche Petroleum zur Erzeugung von Strom verbrennt.
Fairerweise muss gesagt sein, dass dies so ziemlich das einzige umweltbelastende Industriegebäude der Insel ist, La Palma ist von der UNESCO zum Weltbiosphärenreservat erklärt worden und bietet dem Naturliebhaber sehr viel sehenswertes.
Wer nun also zum ersten Mal nach Santa Cruz kommt, womöglich zwischen 13.00 bis 16.00 Uhr, wenn hier Siesta ist, der wird sich unweigerlich ins 18. Jahundert zurückgesetzt fühlen. Die Altstadt (wo die meisten Geschäfte sind) ist wirklich alt!
Hier findet man noch die alte Form des Geschäftes, also nicht Ware selbst aussuchen sondern an einer Theke stehend fragen, ob dies oder das vorhanden ist - schwierig, wenn man nicht spanisch spricht.
Palmeros (Ureinwohner) sind spezifisch in Santa Cruz nicht besonders "touristengeil", wie dies sonst wo in Spanien der Fall sein mag. Demnach sprechen auch längst nicht alle eine Fremdsprache hier.

Von Santa Cruz de La Palma aus geht es dann zur Entdeckung der restlichen Insel.
Die Insel teilt sich in die vier Windrichtungen auf da der Wind und die Richtung aus welcher dieser gerade bläst hier von grosser Bedeutung und Einfluss ist.
Die Hauptseiten sind Ost und West.
Im Osten kommt man an und nebst Los Cancajos und Santa Cruz gibt es noch weitere kleine Orte, etwas oberhalb, wie San Antonio, Mazo oder San Pedro (wo es eine echte öffentliche Sportanlage mit Hallenschwimmbad sowie das moderne Spital der Insel gibt).
Die Insel La Palma ist wie alle anderen Kanarischen Inseln natürlich vulkanischen Ursprungs und daher steil und rapide aus dem Atlantischen Ozean aufsteigend, von 0 auf 2.000 Meter über dem Meer geht es daher recht schnell. Flora und Fauna ändern sich mit zunehmender Höhe auch recht deutlich. Während in Strandnähe alles von Landwirtschaft, Bananenplantagen und touristischen Unterkünften beherrscht wird, gibt es öberhalb ca. 1.000 m nur noch Bäume und Natur pur.
Die Fahrt auf der guten, modernen Strassenverbindung von Ost nach West über einen Pass mit langem Tunnel nimmt demnach nur etwa 40 Minuten Fahrzeit in Anspruch.
Die Ostseite ist offen für die etwas kühleren Nord- und Ostwinde und ist entsprechend meist etwas kühler als der Westen, das merkt man auch meist schnell, wenn man auf der Westseite aus dem Tunnel kommt.
Hier findet man dann bald die Hauptattraktion von La Palma, das Besucherzentrum (Centro de Visitantes) welches Informationen über die Vulkane der Insel bietet und Hauptausgangspunkt für Entdeckungswanderungen in die teils bizarre Kraterlandschaft der Caldeira de Taburiente oder auch die Cumbrecita ist.
Entdeckungen und Überraschungen garantiert! Viele davon durch Wetterlaunen hervorgerufen welche man selten sonst irgendwo findet, wie Wolkenmeere aus Ost die sich gerne über den Westen ergiessen möchten aber von der Sonne auf halben Wege verbrannt werden.
Wandern hier tut gut, aber Schuhwerk das scharfem Fels widerstehen kann und Bekleidung für jedes Wetter sind in der Höhe wirklich zu empfehlen, auch wenn La Palma über ganzjähriges Frühlingsklima verfügt.
P.S.: Frühlingsklima:
Theoretisch kann man hier das ganze Jahr über im Atlantik baden, respektive Badeferien machen, die Meeresströmungen sind stets in aushaltbaren Temperaturen, so verhält es sich auch mit den Lufttemperaturen, aber trotzdem gibt es hier im offenen Meer natürlich Schwankungen. Das Meer kann ganz böse und wütend Wellen an die bizarr zerklüfteten Küsten knallen oder kühle Nordwinde und Wolken können das Gemüt betrüben, wie im nördlichen Europa, aber auf der anderen Seite wird es wirklich nie unangenehm heiss und La Palma hat im Gegensatz zu anderen Inseln der Kanaren wirklich sehr viel Grün, seien dies Bäume, Blumen, Kakteen oder Palmen.
La Isla Bonita nennen es die Spanier - aber man muss die "Umweltgleichgültigkeit" aller spanisch sprechenden Länder beachten, auch hier wirft man Abfall einfach dort weg, wo man in produziert, einfach grässlich für den wirklich umweltbewussten Besucher.

Nach den luftigen Höhen des Passes und der Kraterlandschaft um die Caldeira de Taburiente kommt man im Westen dann erst mal nach El Paso runter.
Beliebt besonders bei Deutschen, El Paso hat auf La Palma wohl das bevorzugteste Klima. Hier ist die Vegetation fast paradiesch. Die Wärme des geschützen Westens vermischt sich hier mit den Feuchtigkeitsschwaden, die doch von Osten her herüber schwappen.
Hier wachsen vor allen Dingen Mangos, Papayas, Japanische Wollmispeln, Avocados, Nektarinen und Pfirsiche, Birnen, Zironen, Orangen, Grapefruits, Äpfel, Maulbeeren, Aprikosen, Feigen, Trauben, Mandelbäume.
Die Finca Gabriela, welche auch eine Ferienwohnung vermietet, sei hier als Bespiel erwähnt. Die Besitzer haben eigene Trauben, Zitronen, Orangen, Tomaten, Hühner (entsprechend frische Landeier), Äpfel, Birnen, Maulbeeren, nicht nur total natürlich biologisch für den Eigenbedarf sondern auch für deren Gäste und individuelle Kunden und Freunde. Dies nur als Beispiel dafür, dass sich hier noch der Traum vom rein natürlichen Lebensstil finden lässt. La Palma hat sich dank seiner Ferne von Resteuropa bis jetzt erfolgreich gegen den künstlichen Kommerz gewehrt.

Nach El Paso kommt man dann runter nach Los Llanos.
Los Llanos ist die zweite Hauptstadt der Insel La Palma, vielleicht in irgendeiner Zukunft sogar mal die effektive Hauptstadt.
Hier findet man moderne Progression und sogar die flanierenden "beautiful people" sowie moderne, grosse Geschäfte in denen einkaufen Spass macht.
Auch Los Llanos hat einen grossen deutschen Bevölkerungsanteil.
Entsprechend der modernen Gesinnung der Stadt ist es allerdings auch etwas hektischer und lärmiger hier.
Der Nachteil des Westens, merkt man dann hier, ist der Mangel eines langen, weiten, geschützten Strandes, wie man das z.B. in Los Cancajos findet. Hier geht es noch steiler ans Meer runter, als im Osten. Tazacorte Beach (Puerto de Tazacorte) ist nur ein kleines, enges Kaff und das bei Schweizern und Deutschen beliebte Puerto Naos ist auch sehr eng, mit beschrankten Angebot für den modernen Sea, Sun and Fun Touristen.
Der Westen ist zwar meistens wärmer als der Osten, aber wenn es hier mal stürmt, geht es ziemlich wild zu und her.

Der Norden der Insel ist der grünste und fruchtbarste Teil La Palmas, aber für den sonnenhungrigen Touristen wohl etwas weniger attraktiv und entsprechend auch touristisch weniger erschlossen.
Tagesausflüge mit öffentlichen Bussen, Mietwagen oder Fahrrädern lohnen sich aber allemal. Besonders auffällig ist, dass viele Besucher die eigenen Mountainbikes mitbringen, um die Insel mal so richtig zu befahren, La Palma bietet selbst einem Fahrradprofi anspruchvollstes Terrrain ohne zuviele Abgase.

Der Süden befindet sich im touristischen Entwicklungsstadium. Aufgrund der Form von La Palma, der Topographie, aber auch durch den letzten Vulkanausbruch des Teneguia 1971, ist dies die jüngste und zugleich windigste Ecke der Insel La Palma.
Der Süden ist deshalb auch etwas weniger geeignet für die Landwirtschaft.
Einige grössere und kleinere rein touristische Projekte im Umraum von Fuencaliente werden aber in Bälde auch den Süden für den sonnenhungrigen Kurzurlauber reizvoll machen.

Summasumarum sei gesagt dass La Palma derzeit eher ein Traumziel für diejenigen ist, die eher Beschaulichkeit und Ruhe in sonniger Wärme und natürlicher Umwelt ohne viel Stress suchen.